Puccinis 1895 entstandene Oper ist nicht allein ihrer gesanglichen Kostbarkeiten und emotionalen Extremsituationen wegen gerühmt und geliebt, sondern auch, weil sie prägnanter Ausgangspunkt für Interpretationen des Verhältnisses Künstler/Gesellschaft quer durch die Geschichte der Moderne ist. Vier Künstler leben in ungeheizten Mansardenzimmern ihre Kreativität aus. Obwohl sie kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, nehmen sie ihre Armut mit Humor und Gelassenheit. Dann kommt die Liebe. Rodolfo findet Mimì, Marcello versöhnt sich mit Musetta. Alle geniessen am Heiligen Abend ihr Glück. Der Alltag jedoch fordert unerbittlich seinen Tribut. So zerbricht nicht nur die Liebe, sondern auch das Leben selbst am begrenzten Handlungsspielraum, den die Bohème bietet.

Diese Puccini-Oper wird den Gästen im Stadtpark Uster auf der Bühne der Freilichtspiele Uster in einer verkürzten Version geboten. Die internationalen Solisten der Arena di Verona und der Mailänder Scala sowie SängerInnen aus verschiedene Opernstudios und Hochschulen der Künste in der Schweiz werden begleitet von der Kammerphilharmonie Zürcher Oberland. Die musikalische Leitung liegt bei Maestro Cicero.